BUCH

Wer hat Angst vor Silvio Gesell ?

von Hermann Benjes

 

Veröffentlicht am 01.06.1995

 

 

Heckenexperte, Naturfotograf, Geldreformer und Schriftsteller (geboren am 27. April 1937 in Drakenburg an der Weser, gestorben am 24. Oktober 2007 in Asendorf ) ist Naturschützern vor allem durch seine humorvollen und sarkastischen Diavorträge bekannt, die er im deutschsprachigen Europa und in Schweden seit 1981 ca. 1200 Mal gehalten hat, »um eine Spur zu hinterlassen, die sich nie wieder ausradieren lässt.«

Aus einer originellen Idee seines Bruders Heinrich Benjes entwickelte er die in Fachkreisen inzwischen weltbekannte Benjeshecke, laut SPIEGEL-special 2/95 »das erfolgreichste Flurbelebungskonzept der Naturschutzgeschichte«. Für die Entwicklung der Benjeshecke erhielt er 1989 den Umweltpreis der Kommunalen Umweltaktion Niedersachsen. Sein Buch »Die Vernetzung von Lebensräumen mit Benjeshecken« (ISBN 3-9247449-15-9) wurde zum Fachbuch der Flurbelebung schlechthin und hat bisher allein in Deutschland zur Anlage von ca. 1150 km Benjeshecken geführt. Die niedersächsische Stadt Bad Salzdetfurth hat ihn schon zu Lebzeiten mit einem Straßennamen geehrt (Hermann-Benjes-Ring).

1990 wurde Hermann Benjes von der Tatsache überrascht und geschockt, von deutschen Presseorganen, allen voran DER SPIEGEL, Jahrzehnte lang an Silvio Gesell vorbeigelogen worden zu sein. Seit 1992 schlug er zurück. Benjes verlegte den Schwerpunkt seines Wirkens von der Ökologie (Rettung der Artenvielfalt) zur Ökonomie (Herbeiführung der sozialen Gerechtigkeit mit Hilfe der Freiwirtschaftslehre Silvio Gesells). In 8 Auflagen gedruckt hat sich sein Buch »Wer hat Angst vor Silvio Gesell?« zu einem Klassiker und Bestseller der Freiwirtschaftsbewegung entwickelt. Schonungslos legt Benjes die Gründe für das Totschweigen der rettenden Erkenntnisse des Land- und Geldreformers Silvio Gesell auf den Tisch. Was der Autor hier aufdeckt, ist im Hinblick auf das vermeidbare (!) Schicksal von 5 Millionen Arbeitslosen bis an die Grenze der Unerträglichkeit empörend. Und doch gibt sein Buch zu den größten Hoffnungen Anlass, weil er den Weg aufzeigen kann, der das selbstverständliche Menschenrecht auf Arbeit, Wohlstand und Frieden für alle auf die bisher nicht für möglich gehaltene Stufe der Erreichbarkeit stellt.

 

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