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Kam und musste gehen, wieder fortgebannt

von Igor Sacharow-Ross

 

 

 

Igor Sacharow-Ross, ein Pionier interdisziplinären Kunstschaffens, erkundet seit über fünfzig Jahren systematisch makrokosmische Kraftquellen und mikrokosmische Kraftzellen des Lebens.

1947 in Chabarowsk, UdSSR, geboren, studierte Igor Sacharow-Ross an der Universität in Chabarowsk, dozierte dort nach seinem Diplom und ging 1971 ohne behördliche Genehmigung nach Leningrad/St. Petersburg.

Seine frühe Auseinandersetzung mit der Natur ist von einer Jugend in der sibirischen Taiga geprägt: Er versteht sie als Wirkungsfeld von Urkräften – gleichermaßen segensreich wie zerstörerisch. Ab 1971 gehörte er zur nonkonformistischen Kunstszene und inszenierte im Verborgenen erste Happenings und Performances auf sowjetischem Terrain, was nach sieben Jahren zur Ausbürgerung führte.

Seit den 1990er Jahren dehnten sich seine Aktionen nicht nur räumlich, sondern auch inhaltlich weiter aus. Basierend auf dem Syntopie-Gedanken entwickelte Igor Sacharow-Ross künstlerische Ausdruckformen einer medienübergreifenden Kommunikation an der Schnittstelle ästhetischen und alltäglichen Denkens und Handelns.

Seit Ende des letzten Jahrtausends bearbeitet er das Thema der Menschheitsgeschichte und der Menschenrechte.

Lebt und arbeitet in Köln.

 

Holz (Baumstamm), Glaspräparate (Substrate mit Abstrich-Untersuchungen), Algen, Graphit, Graphitfilz, Kupfer, Öl
424 x 500 x 15 cm
© David Ertl

 

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